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India Indien Interkulturelle Skills

Interkulturelle Kommunikation für Projektverantwortliche

Die Leitung von Projekten mit internationalen Teams fordert - neben anspruchsvoller Kompetenz für das Managen von Projekten - zusätzlich exzellente interkulturelle Kenntnisse.

Gerade diese Kompetenzen erweisen sich im Kontext von Nearshoring und Offshoring oft als ausschlaggebend für den Projekterfolg.

Die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe erzeugen wechselseitige Erwartungshaltungen in Management- und Mitarbeiterverhalten, die sich zwischen den Kulturen signifikant unterscheiden können. Das führt fast immer zu deutlichen Zeit- und Qualitätsverlusten und somit zu erhöhten Kosten im Projekt. Die scheinbar so kostengünstige Outsourcing Variante wird dann mitunter teurer, wird fehlbewertet und als Misserfolg wahrgenommen.

Die Frustrationen und Fehlbewertungen sind bei entsprechender Vorbereitung und Berücksichtigung der interkulturellen Gegebenheiten vermeidbar.

Der Workshop hilft Irritationen in Projekten zu vermeiden, Konfliktpotentiale rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen und somit die Outsourcing Projekte schneller und effektiver zum Erfolg zu führen.

Das Outsourcing einer Service- und Supportleistung nach Indien hat dabei komplett andere Rahmenbedingungen als die Verlegung eines Software Entwicklungsprojektes nach Weißrussland.

Der Workshop wird daher an den jeweiligen Charakter des Projektes und an die Zielländer des Outsourcings angepasst.

Beispiel zu den Inhalten, die je nach Schwerpunkt an die Zielgruppe angepasst werden

Inhalte

Auswirkungen kultureller Unterschiede bei Near- und Offshoring Projekten anhand von Beispielen aus der täglichen Praxis unterlegt mit aktuellem theoretischem Hintergrund aus der wissenschaftlichen Forschung.


Einführung

Was ist Kultur? (Kulturzwiebel, Eisbergtheorie, Percepta und Concepta)
Das Wort Kultur hat viele Bedeutungen. Um diesen komplexen Sachverhalt des menschlichen Zusammenlebens besser verstehen zu können, wurden verschiedene Modelle entwickelt, um den Aufbau einer Kultur zu verdeutlichen und eine Basis für Kulturvergleiche zu schaffen.

Selbst- und Fremdwahrnehmung

Selbst- und Fremdwahrnehmung, Stereotype (Reduktion von Komplexität - Ursprung und Gründe für Stereotype, Sonnenbrillenanalogie)

Stereotype helfen dem Gehirn komplexe Situationen zu vereinfachen, sodass nicht jede einzelne Situation neu bewertet werden muss. Stattdessen kann das Gehirn auf bereits bestehende Informationen zurückgreifen und somit auf eine „stereotype“ Person oder Situation mit einer entsprechenden Handlungsroutine reagieren. Diese Vereinfachung birgt jedoch auch die Gefahr, eine komplexe Situation falsch einzuschätzen und sich unangemessen zu verhalten.

High-Context Kulturen versus Low-Context Kulturen

High-Context Kulturen versus Low-Context Kulturen

In verschiedenen Kulturkreisen ist ein unterschiedliches Maß an Kontextinformationen über den Sprecher und die individuellen kulturellen Gegebenheiten notwendig, um in der Kommunikation richtig zu agieren. So wird in High-Context Kulturen (zum Beispiel in Südeuropa oder Asien) deutlich weniger explizit geäußert als in Low-Context Kulturen (Nordeuropa und Nordamerika), da diese Informationen aus dem Kontext zu erschließen sind.

Das Konzept der High- und Low-Context Kulturen wurde erstmalig durch den US-amerikanischen Anthropologen Edward T. Hall verwendet.

Rich Points und Critical Incidents (länderspezifische Besonderheiten)

Rich Points und Critical Incidents (länderspezifische Besonderheiten)

Als Rich Points werden die Punkte der interkulturellen Kommunikation bezeichnet, an denen häufig Missverständnisse auftreten. Dazu zählen zum Beispiel die Begrüßung oder persönliche Fragen, also Themen, denen eine oder beide Parteien eine große Bedeutung beimessen.

Die Critical-Incidents-Technik wird in interkulturellen Trainings verwendet, um das Verhalten in solchen Situationen zu schulen.

Das interkulturelle Paradoxon

Das interkulturelle Paradoxon

Die meisten Missverständnisse in der interkulturellen Kommunikation entstehen, wenn Personen aus ähnlichen Kulturen aufeinandertreffen. Die Gemeinsamkeiten der Kulturen führen dazu, dass kleinen Unterschieden zu wenig Bedeutung beigemessen wird oder sie nicht als solche wahrgenommen werden. Dies führt beim Aufeinandertreffen von Menschen aus verwandten oder einander ähnelnden Kulturen häufig zu Problemen oder Missverständnissen. Die ist daher insbesondere bei Nearshoring-Projekten wichtig zu betrachten.


Stichworte zu weiteren Themengebieten

  • Vertrauen ist nicht Vertrauen
  • Harmoniebestreben trifft auf Freude am harten Streitgespräch
  • Sachorientierung versus Personenorientierung
  • Entscheidungsfindung in anderen Wertesystemen
  • Hierarchien und Konfliktlösung
  • Äußerungen zur Kritik
  • Unterschiedliche Zeitbegriffe
  • Sprachstrukturen und Verständnis
  • „Ja“ heißt nicht gleich „ja“ („ich habe dich verstanden“ versus „ich stimme dir zu“)

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Projektmanager und Projektmitarbeiter, die internationale Teams führen oder eng mit diesen arbeiten. Das Training befähigt, eine schnellere und effektivere Zusammenarbeit zu erreichen und die Projektkommunikation auf allen Ebenen deutlich zu verbessern.

Methode

Die Veranstaltung ist vollständig praxisorientiert. Die Themen werden vorab auf die jeweiligen branchen- und firmenspezifischen Belange zugeschnitten. Übungen, Simulationen und „Rollenspiele“

Moderation/Dozenten

Der Workshop wird durch zwei Dozenten geleitet, die die Arbeits- und Managementebene und die sprachliche und kulturelle Ebene in exzellenter Weise verbinden.

Der Dozent verfügt über langjährige eigene Managementerfahrungen mit Entwicklungsteams und Teammitgliedern aus über 20 Ländern. Er hat erfolgreich als im Near- und Offshoringprojekte geleitet und besitzt praktische und theoretische Expertisen in PMI, SCRUM und SAFe sowie in der Kommunikations- und Führungspsychologie.

Die Dozentin hat mehrere Jahre in China und in russischsprachigen Ländern gelebt und gearbeitet. Sie ist spezialisiert auf berufsbezogene Linguistik und interkulturelle Kompetenzforschung und spricht 7 Sprachen.

Interkulturelle Kommunikation für Projektverantwortliche

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